Etwas für andere tun, ist wichtig. Etwas für sich selbst tun, ist nicht unwichtig.

Eine gewisse psychische Stärke und Stabilität lassen sich erlernen.

In diesem Zusammenhang wird der Begriff Resilienz verwendet. Resilienz gilt als psychische Widerstandskraft und die Fähigkeit, schwierige Lebenssituationen ohne anhaltende Beeinträchtigung zu überstehen.

Resilienz ist keine Fähigkeit, mit der wir Menschen von Grund auf ausgestattet sind, aber sie lässt sich erlernen.

Jede und jeder kann also aktiv dazu beitragen, die eigene psychische Widerstandskraft zu stärken.

 

Die 10 Schritte für psychische Gesundheit bieten dafür erste Anregungen.

Die 10 Schritte können auch als Postkarte oder Poster (Magazin PsychoCheck) kostenlos bestellt werden unter Infomaterialien von pro mente OÖ.

1 – Sich selbst annehmen

 

Nimm dich so an, wie du bist. Stehe zu deinen Fähigkeiten und Interessen! Und auch zu deinen Schwächen, denn sie sind ein Teil von dir.

Wichtig ist, dass du auf deine Gefühle und die Signale deines Körpers hörst.

Was macht dich zufrieden? 

Was gibt dir Kraft?

Wenn du weißt, was dir gut tut, hilft es dir dabei, die für dich richtigen Entscheidungen zu treffen.

2 – Darüber reden

 

Vieles beginnt im Gespräch.

Nimm dir Zeit, dich mit anderen auszutauschen, zu reden und zuzuhören. So werden deine Sorgen geteilt und die Freude verdoppelt!

Wenn du dich über etwas freust oder wenn dich etwas ärgert, wem möchtest du das mitteilen?

Wer hört dir zu?

3 – Aktiv bleiben

 

Bewegung tut der Seele gut.

Wenn du viel Zeit des Tages im Sitzen verbringst, solltest du dich täglich mindestens eine halbe Stunde aktiv betätigen - zum Ausgleich. 

Was macht dir besonders Spaß und lässt sich gut in deinen Alltag einbauen?

4 – Neues lernen

 

Lernen heißt etwas Entdecken.

Wenn du etwas Neues lernst, entdeckst du neue Seiten an dir selbst und entwickelst dich weiter.

Das hebt dein Selbstwertgefühl und hilft dir, persönlich und beruflich voranzukommen.

Was möchtest du gerne lernen?

Wo liegen deine Talente und wie möchtest du sie nutzen?

5 – In Kontakt bleiben

 

Echte Freunde sind wertvoll.

Bei ihnen kannst du so sein, wie du bist, ohne dich verstellen zu müssen. Mit ihnen kannst du über alles reden und ihr helft euch gegenseitig.

Hast du genug Zeit für deine Freundschaften?

Mit wem möchtest du mehr Zeit verbringen?

Wie kannst du alte Freundschaften reaktivieren?

Wo lernst du neue Menschen kennen, die deine Einstellungen und Interessen teilen?

6 – Kreativ werden

 

Kreativität ist in uns allen.

Sie hilft dir, Gedanken und Gefühle auszudrücken, die du nicht in Worte fassen kannst. 

Wo kannst du dich kreativ ausleben – im Garten, beim Musizieren, Kochen, Singen, Malen, Töpfern oder Basteln?

Wie viel Zeit kannst du dir dafür nehmen?

7 – Sich beteiligen

 

Teil einer Gemeinschaft zu sein, in der man sich akzeptiert und wertgeschätzt fühlt, gehört zu den wertvollsten Lebenserfahrungen.

In einer Gemeinschaft kannst du dich mit anderen über Dinge austauschen, die dir wichtig sind.

Eine Gemeinschaft fordert aber auch Mut zur Begegnung. Trau dich und mach den 1. Schritt.

Gibt es eine Gemeinschaft, einen Verein, eine Organisation, wo du dich beteiligen möchtest?

8 – Um Hilfe fragen

 

Hilfe zu holen, ist keine Schwäche.
Manchmal ist es einfach notwendig.
Und es gibt Menschen, die einem gerne helfen wollen, wenn man sie nur lässt.

Das hat auch mit Vertrauen zu tun.

Vertrauen darauf, dass es Hilfe für mich gibt.

Traue ich es anderen zu, mir zu helfen?

 

9 – Sich entspannen

 

Bewusste Bewegung, bewusstes Ein- und Ausatmen sind Möglichkeiten, um tagsüber kurze Entspannungsphasen einzubauen. 

Bewegung ist oft der Schlüssel zu Entspannung. Weil wir mental und emotional überspannt sind, fehlt uns oft ein körperlicher Ausgleich.

Wobei kannst du so richtig abschalten?

 

10 – Sich nicht aufgeben

 

In schwierigen Lebenssituationen ist es wichtig, nicht aufzugeben. Alles braucht seine Zeit. 

Wenn scheinbar nichts mehr geht, ist es gut, sich auf den eigenen Lebensrhythmus zu konzentrieren (dazu gehören bewusstes Atmen, guter Schlaf, gesundes Essen, Entspannung).
Daraus lässt sich neue Kraft schöpfen für sich und um sich Hilfe zu holen.